Bin ich in Deutschland reich, wenn das Haus nicht zählt?
Geben Sie ein, was Ihr Haushalt an Ersparnissen und Anlagen hält. Immobilien und gesetzliche Rentenansprüche bleiben außen vor.
Mein Haushalt hält € an Ersparnissen und Anlagen.
Zählen Sie Giro- und Sparguthaben, Investmentfonds, Anleihen, börsennotierte Aktien, freiwillige Altersvorsorge und Kapitallebensversicherungen sowie Forderungen gegenüber Dritten. Nicht dazu gehören die Wohnung, weitere Immobilien, Fahrzeuge, Betriebsvermögen sowie Ansprüche aus der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge.
Haushalte in Deutschland, die Sie übertreffen
50%
Über der Mitte
Über dem Median von 27.600 €. Dabei lohnt der Hinweis, wie niedrig diese Latte liegt: Die Hälfte aller Halter liegt darunter.
27.600 € liegt genau auf dem Median von 27.600 € in Deutschland. Die Hälfte der Haushalte mit Finanzvermögen liegt darunter, die andere Hälfte darüber.
Die veröffentlichte Leiter
Wo Ersparnisse und Anlagen in Deutschland tatsächlich liegen.
Unter den 99,9% der Haushalte in Deutschland mit Finanzvermögen liegt der Median bei 27.600 € und der Mittelwert bei 87.400 €. Der Abstand ist die eigentliche Nachricht: Wenige große Portfolios ziehen den Durchschnitt weit über die Mitte. Im Euroraum liegt der Median bei 16.600 €.
10. Perzentil
800 €
Niedrigste veröffentlichte Schwelle
Ein Zehntel der Haushalte mit Finanzvermögen in Deutschland hält nicht mehr als das.
Median
27.600 €
Euroraum: 16.600 €
Die Hälfte hält weniger. Der Mittelwert liegt bei 87.400 €, was wenige große Portfolios mit einem Durchschnitt anstellen.
90. Perzentil
218.300 €
Höchste veröffentlichte Schwelle
Hier beginnt das oberste Zehntel in Deutschland. Darüber veröffentlicht die Erhebung nichts, eine Zahl für das oberste 1 % gibt es also nicht.
27.600 € liegt über 50 % der Haushalte in Deutschland, die überhaupt Finanzvermögen halten.
Gemessen am gesamten Euroraum lägen Sie über 60 % statt über 50 %.
Wer was besitzt
Fast jeder Haushalt in Deutschland hat ein Bankkonto. Danach wird es schnell dünn.
23,7% der Haushalte in Deutschland halten Investmentfonds und 17,6% börsennotierte Aktien direkt, gegenüber 14,2% und 11,4% im Euroraum. Einlagen sind überall nahezu universell. Alles darunter ist eine Minderheitenposition, und genau deshalb sind die Mediane in der nächsten Spalte so viel größer als der Median für das ganze Land.
Anlage
Haushalte mit Besitz
Median unter Besitzern
Ggü. Euroraum
Einlagen
99,9%
12.000 €Euroraum: 99,1% besitzen es
Investmentfonds
23,7%
20.000 €Euroraum: 14,2% besitzen es
Anleihen
4,4%
14.000 €Euroraum: 3,5% besitzen es
Börsennotierte Aktien
17,6%
15.000 €Euroraum: 11,4% besitzen es
Forderungen des Haushalts
9,8%
2.800 €Euroraum: 6,6% besitzen es
Freiwillige Vorsorge und Lebensversicherung
38,7%
20.300 €Euroraum: 27,5% besitzen es
Sonstige Finanzanlagen
20,2%
4.900 €Euroraum: 11,2% besitzen es
Die Besitzquote wird in jeder Zeile mit dem Euroraum verglichen. Die Mediane gelten nur für Haushalte, die diese Anlage besitzen, ein hoher Median sagt also nichts darüber aus, wie verbreitet sie ist.
Wo das Geld liegt
Woraus das Finanzvermögen in Deutschland tatsächlich besteht.
41,2% des Finanzvermögens in Deutschland liegen auf Einlagen, gegenüber 44,1% im Euroraum, und 19,7% in freiwilliger Altersvorsorge und Lebensversicherungen. Der Mix entscheidet, wie viel davon überhaupt angelegt ist, und über ein Jahrzehnt zählt das mehr als die Gesamtsumme.
Einlagen41,2% · EA 44,1%
Investmentfonds15,8% · EA 13,3%
Anleihen3,4% · EA 3,0%
Börsennotierte Aktien12,6% · EA 9,7%
Forderungen des Haushalts1,9% · EA 1,8%
Freiwillige Vorsorge und Lebensversicherung19,7% · EA 18,3%
Sonstige Finanzanlagen5,3% · EA 9,8%
Anteile am gesamten Finanzvermögen der Haushalte in Deutschland. Wo die Erhebung keine Zahl veröffentlicht hat, fehlt die Position, statt als Null gezeichnet zu werden.
Die andere Hälfte
Was passiert, wenn das Haus wieder dazukommt.
Finanzvermögen macht 24,5% von allem aus, was Haushalte in Deutschland besitzen. Die übrigen 75,5% sind Sachvermögen: vor allem Immobilien, dazu Fahrzeuge, Wertgegenstände und Betriebsvermögen. Im Euroraum liegt der Finanzanteil bei 20,7%. Das ist die Zahl hinter der Frage im Titel, und für die meisten Haushalte bedeutet sie, dass der Großteil ihres Vermögens nicht ausgegeben werden kann, ohne die eigene Wohnung zu verkaufen.
Finanziell
24,5%
Alles auf dieser Seite, als Anteil am gesamten Haushaltsvermögen in Deutschland.
Sachvermögen
75,5%
Immobilien, Fahrzeuge, Wertgegenstände und Betriebsvermögen in Deutschland, die kein Kontoauszug nachhält.
Euroraum, finanziell
20,7%
Im Euroraum liegt der Finanzanteil bei 20,7%, in Deutschland bei 24,5%.
Drei Zahlen und ein Ausreißer
Diese Zahlen von außen betrachtet.
Haushalte mit börsennotierten Aktien
17,6%, einer der höchsten Werte der 10 Länder hier
17,6% der Haushalte in Deutschland halten börsennotierte Aktien direkt. Direkter Aktienbesitz ist in allen 10 Ländern hier eine Minderheitenposition, genau deshalb lohnt der Blick auf die Abstände.
Haushalte mit Finanzvermögen
99,9%
Jedes Perzentil auf dieser Seite wird unter diesen Haushalten gemessen. Die übrigen 0,1% in Deutschland halten gar nichts, und für sie veröffentlicht die Erhebung keine Verteilung.
Finanzvermögen auf Einlagen
41,2%
Gegenüber 44,1% im Euroraum. Einlagen sind der sicherste Ort für Geld und der sicherste Weg, seine Kaufkraft langsam zu verlieren.
Halten freiwillige Vorsorge oder Lebensversicherung
38,7%
Gegenüber 27,5% im Euroraum. Diese Verträge kommen zusätzlich zu den gesetzlichen und betrieblichen Systemen, die die Erhebung gar nicht als Vermögen zählt.
Die Bargeldhälfte ist die Hälfte, die nicht wächst
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41,2% des Finanzvermögens in Deutschland liegen auf Einlagen, gegenüber 44,1% im Euroraum. Einlagen behalten ihren Betrag und verlieren langsam an Kaufkraft; die größeren Bestände auf dieser Seite stammen aus Fonds und Aktien. Kapital ist Risiken ausgesetzt.
Über dem Median von 27.600 € zu liegen ist in diesen Daten eine niedrigere Latte, als es klingt. Entscheidend ist jetzt Ihre eigene Zahl im Zeitverlauf.
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Unter den 99,9 % der Haushalte in Deutschland mit Finanzvermögen liegt der Median bei 27.600 € und der Mittelwert bei 87.400 €, dem 3,2-Fachen (EZB HFCS Welle 2023, Tabelle C3). Der Mittelwert ist der falsche Maßstab für einen Vergleich: Wenige große Portfolios heben ihn an, während der Median den Haushalt in der Mitte beschreibt. Im Euroraum liegt der Median bei 16.600 €. Dieser Median ist der dritthöchste der zehn hier abgedeckten Länder des Euroraums, hinter Luxemburg und Belgien.
218.300 € (EZB HFCS Welle 2023, Tabelle C3). Das ist das 90. Perzentil unter den Haushalten mit Finanzvermögen und die höchste Schwelle, die die Erhebung veröffentlicht: Für die obersten 5 % oder 1 % gibt es in diesen Tabellen keine Werte, jede solche Zahl zu dieser Erhebung ist also von jemandem hochgerechnet und nicht gemessen. Am anderen Ende hat ein Zehntel der Halter 800 € oder weniger.
17,6 % halten börsennotierte Aktien direkt und 23,7 % Investmentfonds (Tabelle C1), gegenüber 11,4 % und 14,2 % im Euroraum. Einlagen halten dagegen 99,9 % der Haushalte. Die Trennlinie in diesen Daten verläuft nicht zwischen Sparen und Nichtsparen, sondern zwischen Anlegen und Nichtanlegen, und sie liegt von Land zu Land sehr unterschiedlich.
50.000 € liegen über rund 63 % der Haushalte in Deutschland, die überhaupt Finanzvermögen halten. Das ist das 1,8-Fache des Medians von 27.600 € und liegt weiterhin unter der Schwelle des obersten Zehntels von 218.300 €. Beide Vergleiche gehören zusammen: Das Vielfache wirkt groß, weil der Median niedrig ist, nicht weil der Betrag hoch wäre.
41,2 % des Finanzvermögens in Deutschland liegen auf Einlagen, 15,8 % in Investmentfonds, 12,6 % in börsennotierten Aktien und 19,7 % in freiwilliger Altersvorsorge und Lebensversicherungen (Tabelle D3). Im Euroraum sind es 44,1 % Einlagen und 18,3 % Vorsorge. Der direkte Aktienbesitz ist hier ungewöhnlich verbreitet: 17,6 % der Haushalte halten börsennotierte Aktien, die zweithöchste Quote der zehn abgedeckten Länder, hinter Finnland.
75,5 % dessen, was Haushalte in Deutschland besitzen, ist Sachvermögen: vor allem Immobilien, dazu Fahrzeuge, Wertgegenstände und Betriebsvermögen. Nur 24,5 % sind Finanzvermögen (Tabelle D1), gegenüber 20,7 % im Euroraum. Das ist die Antwort auf die Frage dieser Seite. Ohne die Immobilie schrumpfen die meisten Bilanzen auf einen Bruchteil ihrer Schlagzeilengröße, und genau deshalb wirken eine Nettovermögenszahl und eine Sparzahl wie zwei verschiedene Haushalte.
Einlagen auf Giro- und Sparkonten, Investmentfonds, Anleihen, direkt gehaltene börsennotierte Aktien, Forderungen gegenüber Personen außerhalb des Haushalts, freiwillige Altersvorsorge und Kapitallebensversicherungen sowie sonstige Finanzanlagen wie verwaltete Konten. Ausgenommen sind die Hauptwohnung und jede weitere Immobilie, Fahrzeuge, Wertgegenstände und Betriebsvermögen, ebenso Ansprüche aus der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge, die für Beschäftigte in der Regel mehr wert sind als alles auf dieser Liste zusammen.
Unter den Haushalten, die sie halten, liegt der Medianbestand an Investmentfonds in Deutschland bei 20.000 €, der Median direkt gehaltener Aktien bei 15.000 € und der Median der freiwilligen Altersvorsorge oder Lebensversicherung bei 20.300 € (Tabelle C2). Das sind Mediane unter den Besitzern, nicht unter allen Haushalten. Ein hoher Wert sagt daher nichts darüber aus, wie verbreitet die Anlage ist: 23,7 % halten Fonds, 17,6 % halten Aktien.
Drei Gründe, alle in denselben Tabellen sichtbar. Die Verteilung ist bereits auf Halter bedingt und schließt damit die 0,1 % der Haushalte in Deutschland ganz ohne Finanzvermögen aus. 41,2 % des Gehaltenen liegen auf Einlagen statt in wachsenden Anlagen. Und Finanzvermögen macht hier 24,5 % des Haushaltsvermögens aus, gegenüber 20,7 % im Euroraum. Deutschland hat mit 41,8 % die niedrigste Wohneigentumsquote der 22 Länder dieser Erhebungswelle, sodass hier überhaupt weniger Haushalte eine Immobilie auf der Aktivseite führen.
Bei der Beteiligung ja, und deutlich: 17,6 % halten börsennotierte Aktien und 23,7 % Investmentfonds, gegenüber 11,4 % und 14,2 % im Euroraum (EZB HFCS Welle 2023, Tabelle C1). Beim Anlagemix schließt sich die Lücke fast: 41,2 % des deutschen Finanzvermögens liegen weiterhin auf Einlagen, nur knapp unter den 44,1 % im Euroraum (Tabelle D3). Mehr deutsche Haushalte besitzen Anlagen als im Durchschnitt des Euroraums, aber die Beträge darin sind so klein, dass Bargeld die Summen weiterhin dominiert.