🇦🇹 Österreich·EZB-Haushaltserhebung · 2023

Bin ich in Österreich reich, wenn das Haus nicht zählt?

Geben Sie ein, was Ihr Haushalt an Ersparnissen und Anlagen hält. Immobilien und gesetzliche Rentenansprüche bleiben außen vor.

Mein Haushalt hält an Ersparnissen und Anlagen.

Zählen Sie Giro- und Sparguthaben, Investmentfonds, Anleihen, börsennotierte Aktien, freiwillige Altersvorsorge und Kapitallebensversicherungen sowie Forderungen gegenüber Dritten. Nicht dazu gehören die Wohnung, weitere Immobilien, Fahrzeuge, Betriebsvermögen sowie Ansprüche aus der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge.

Haushalte in Österreich, die Sie übertreffen
50%
Über der Mitte
Über dem Median von 17.000 €. Dabei lohnt der Hinweis, wie niedrig diese Latte liegt: Die Hälfte aller Halter liegt darunter.
17.000 € liegt genau auf dem Median von 17.000 € in Österreich. Die Hälfte der Haushalte mit Finanzvermögen liegt darunter, die andere Hälfte darüber.
Die veröffentlichte Leiter

Wo Ersparnisse und Anlagen in Österreich tatsächlich liegen.

Unter den 99,8% der Haushalte in Österreich mit Finanzvermögen liegt der Median bei 17.000 € und der Mittelwert bei 44.000 €. Der Abstand ist die eigentliche Nachricht: Wenige große Portfolios ziehen den Durchschnitt weit über die Mitte. Im Euroraum liegt der Median bei 16.600 €.

10. Perzentil
800 €
Niedrigste veröffentlichte Schwelle
Ein Zehntel der Haushalte mit Finanzvermögen in Österreich hält nicht mehr als das.
Median
17.000 €
Euroraum: 16.600 €
Die Hälfte hält weniger. Der Mittelwert liegt bei 44.000 €, was wenige große Portfolios mit einem Durchschnitt anstellen.
90. Perzentil
107.800 €
Höchste veröffentlichte Schwelle
Hier beginnt das oberste Zehntel in Österreich. Darüber veröffentlicht die Erhebung nichts, eine Zahl für das oberste 1 % gibt es also nicht.
P10800 €P203800 €P307700 €P40P50P60P7034.700 €P8057.400 €P90107.800 €SIE · 17.000 €
17.000 € liegt über 50 % der Haushalte in Österreich, die überhaupt Finanzvermögen halten.

Gemessen am gesamten Euroraum lägen Sie über 50 % statt über 50 %.

Wer was besitzt

Fast jeder Haushalt in Österreich hat ein Bankkonto. Danach wird es schnell dünn.

11,6% der Haushalte in Österreich halten Investmentfonds und 6,4% börsennotierte Aktien direkt, gegenüber 14,2% und 11,4% im Euroraum. Einlagen sind überall nahezu universell. Alles darunter ist eine Minderheitenposition, und genau deshalb sind die Mediane in der nächsten Spalte so viel größer als der Median für das ganze Land.

Anlage
Haushalte mit Besitz
Median unter Besitzern
Ggü. Euroraum
EinlagenAT1
99,8%
15.000 €Euroraum: 99,1% besitzen es
Investmentfonds
11,6%
21.000 €Euroraum: 14,2% besitzen es
Anleihen
3,2%
20.900 €Euroraum: 3,5% besitzen es
Börsennotierte Aktien
6,4%
16.700 €Euroraum: 11,4% besitzen es
Forderungen des Haushalts
5,2%
1.500 €Euroraum: 6,6% besitzen es
Freiwillige Vorsorge und LebensversicherungAT1
6,1%
12.000 €Euroraum: 27,5% besitzen es
Sonstige Finanzanlagen
6,5%
5.600 €Euroraum: 11,2% besitzen es
Die Besitzquote wird in jeder Zeile mit dem Euroraum verglichen. Die Mediane gelten nur für Haushalte, die diese Anlage besitzen, ein hoher Median sagt also nichts darüber aus, wie verbreitet sie ist.
  • Sparkonten umfassen in Österreich Bausparverträge und Sparanteile in Lebensversicherungen (Anmerkung AT1), der Einlagenanteil deckt hier also mehr ab als anderswo.
Wo das Geld liegt

Woraus das Finanzvermögen in Österreich tatsächlich besteht.

69,7% des Finanzvermögens in Österreich liegen auf Einlagen, gegenüber 44,1% im Euroraum, und 3,4% in freiwilliger Altersvorsorge und Lebensversicherungen. Der Mix entscheidet, wie viel davon überhaupt angelegt ist, und über ein Jahrzehnt zählt das mehr als die Gesamtsumme.

Einlagen (AT1)69,7% · EA 44,1%
Investmentfonds12,3% · EA 13,3%
Anleihen4,7% · EA 3,0%
Börsennotierte Aktien6,8% · EA 9,7%
Forderungen des Haushalts0,7% · EA 1,8%
Freiwillige Vorsorge und Lebensversicherung (AT1)3,4% · EA 18,3%
Sonstige Finanzanlagen2,4% · EA 9,8%
Anteile am gesamten Finanzvermögen der Haushalte in Österreich. Wo die Erhebung keine Zahl veröffentlicht hat, fehlt die Position, statt als Null gezeichnet zu werden.
Die andere Hälfte

Was passiert, wenn das Haus wieder dazukommt.

Finanzvermögen macht 12,4% von allem aus, was Haushalte in Österreich besitzen. Die übrigen 87,6% sind Sachvermögen: vor allem Immobilien, dazu Fahrzeuge, Wertgegenstände und Betriebsvermögen. Im Euroraum liegt der Finanzanteil bei 20,7%. Das ist die Zahl hinter der Frage im Titel, und für die meisten Haushalte bedeutet sie, dass der Großteil ihres Vermögens nicht ausgegeben werden kann, ohne die eigene Wohnung zu verkaufen.

Finanziell
12,4%
Alles auf dieser Seite, als Anteil am gesamten Haushaltsvermögen in Österreich.
Sachvermögen
87,6%
Immobilien, Fahrzeuge, Wertgegenstände und Betriebsvermögen in Österreich, die kein Kontoauszug nachhält.
Euroraum, finanziell
20,7%
Im Euroraum liegt der Finanzanteil bei 20,7%, in Österreich bei 12,4%.
Drei Zahlen und ein Ausreißer

Diese Zahlen von außen betrachtet.

Finanzanteil am Gesamtvermögen
12,4%, der niedrigste Wert der 10 Länder hier
12,4% dessen, was Haushalte in Österreich besitzen, ist finanziell statt real. Das ist der sauberste Maßstab dafür, wie viel des Vermögens eines Landes liquide genug ist, um es Monat für Monat zu verfolgen.
Haushalte mit Finanzvermögen
99,8%
Jedes Perzentil auf dieser Seite wird unter diesen Haushalten gemessen. Die übrigen 0,2% in Österreich halten gar nichts, und für sie veröffentlicht die Erhebung keine Verteilung.
Halten börsennotierte Aktien direkt
6,4%
Gegenüber 11,4% im Euroraum. Weitere 11,6% der Haushalte in Österreich halten Investmentfonds, den anderen Weg in dieselben Märkte.
Median-Finanzvermögen
17.000 €
Unter den Haushalten in Österreich, die überhaupt welches halten. Im Euroraum liegt der Median bei 16.600 €.
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69,7% des Finanzvermögens in Österreich liegen auf Einlagen, gegenüber 44,1% im Euroraum. Einlagen behalten ihren Betrag und verlieren langsam an Kaufkraft; die größeren Bestände auf dieser Seite stammen aus Fonds und Aktien. Kapital ist Risiken ausgesetzt.

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Über dem Median von 17.000 € zu liegen ist in diesen Daten eine niedrigere Latte, als es klingt. Entscheidend ist jetzt Ihre eigene Zahl im Zeitverlauf.

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Nächste Schritte

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Häufig gestellte Fragen
Unter den 99,8 % der Haushalte in Österreich mit Finanzvermögen liegt der Median bei 17.000 € und der Mittelwert bei 44.000 €, dem 2,6-Fachen (EZB HFCS Welle 2023, Tabelle C3). Der Mittelwert ist der falsche Maßstab für einen Vergleich: Wenige große Portfolios heben ihn an, während der Median den Haushalt in der Mitte beschreibt. Im Euroraum liegt der Median bei 16.600 €. Der österreichische Mittelwert liegt beim 2,6-Fachen des Medians, der geringste Abstand der zehn hier abgedeckten Länder des Euroraums.
107.800 € (EZB HFCS Welle 2023, Tabelle C3). Das ist das 90. Perzentil unter den Haushalten mit Finanzvermögen und die höchste Schwelle, die die Erhebung veröffentlicht: Für die obersten 5 % oder 1 % gibt es in diesen Tabellen keine Werte, jede solche Zahl zu dieser Erhebung ist also von jemandem hochgerechnet und nicht gemessen. Am anderen Ende hat ein Zehntel der Halter 800 € oder weniger.
6,4 % halten börsennotierte Aktien direkt und 11,6 % Investmentfonds (Tabelle C1), gegenüber 11,4 % und 14,2 % im Euroraum. Einlagen halten dagegen 99,8 % der Haushalte. Die Trennlinie in diesen Daten verläuft nicht zwischen Sparen und Nichtsparen, sondern zwischen Anlegen und Nichtanlegen, und sie liegt von Land zu Land sehr unterschiedlich.
50.000 € liegen über rund 77 % der Haushalte in Österreich, die überhaupt Finanzvermögen halten. Das ist das 2,9-Fache des Medians von 17.000 € und liegt weiterhin unter der Schwelle des obersten Zehntels von 107.800 €. Beide Vergleiche gehören zusammen: Das Vielfache wirkt groß, weil der Median niedrig ist, nicht weil der Betrag hoch wäre.
69,7 % des Finanzvermögens in Österreich liegen auf Einlagen, 12,3 % in Investmentfonds, 6,8 % in börsennotierten Aktien und 3,4 % in freiwilliger Altersvorsorge und Lebensversicherungen (Tabelle D3). Im Euroraum sind es 44,1 % Einlagen und 18,3 % Vorsorge. Der Einlagenanteil ist mit der Quellenanmerkung zu lesen: Sparkonten umfassen in Österreich Bausparverträge und Sparanteile in Lebensversicherungen (Anmerkung AT1), die Kategorie deckt hier also mehr ab als anderswo.
87,6 % dessen, was Haushalte in Österreich besitzen, ist Sachvermögen: vor allem Immobilien, dazu Fahrzeuge, Wertgegenstände und Betriebsvermögen. Nur 12,4 % sind Finanzvermögen (Tabelle D1), gegenüber 20,7 % im Euroraum. Das ist die Antwort auf die Frage dieser Seite. Ohne die Immobilie schrumpfen die meisten Bilanzen auf einen Bruchteil ihrer Schlagzeilengröße, und genau deshalb wirken eine Nettovermögenszahl und eine Sparzahl wie zwei verschiedene Haushalte.
Einlagen auf Giro- und Sparkonten, Investmentfonds, Anleihen, direkt gehaltene börsennotierte Aktien, Forderungen gegenüber Personen außerhalb des Haushalts, freiwillige Altersvorsorge und Kapitallebensversicherungen sowie sonstige Finanzanlagen wie verwaltete Konten. Ausgenommen sind die Hauptwohnung und jede weitere Immobilie, Fahrzeuge, Wertgegenstände und Betriebsvermögen, ebenso Ansprüche aus der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge, die für Beschäftigte in der Regel mehr wert sind als alles auf dieser Liste zusammen.
Unter den Haushalten, die sie halten, liegt der Medianbestand an Investmentfonds in Österreich bei 21.000 €, der Median direkt gehaltener Aktien bei 16.700 € und der Median der freiwilligen Altersvorsorge oder Lebensversicherung bei 12.000 € (Tabelle C2). Das sind Mediane unter den Besitzern, nicht unter allen Haushalten. Ein hoher Wert sagt daher nichts darüber aus, wie verbreitet die Anlage ist: 11,6 % halten Fonds, 6,4 % halten Aktien.
Drei Gründe, alle in denselben Tabellen sichtbar. Die Verteilung ist bereits auf Halter bedingt und schließt damit die 0,2 % der Haushalte in Österreich ganz ohne Finanzvermögen aus. 69,7 % des Gehaltenen liegen auf Einlagen statt in wachsenden Anlagen. Und Finanzvermögen macht hier 12,4 % des Haushaltsvermögens aus, gegenüber 20,7 % im Euroraum. Das ist der kleinste Finanzanteil der zehn hier abgedeckten Länder, und 48,2 % der österreichischen Haushalte besitzen ihre Hauptwohnung.
Zum Teil, weil die Erhebung dort anders zuordnet. Sparkonten umfassen in Österreich Bausparverträge und Sparanteile in Lebensversicherungen (Quellenanmerkung AT1), die in den meisten anderen Ländern unter Altersvorsorge und Lebensversicherung erscheinen würden. Das zeigt sich auch in der Gegenrichtung: Nur 6,1 % der österreichischen Haushalte geben eine freiwillige Altersvorsorge oder Kapitallebensversicherung an, die niedrigste Quote der zehn Länder hier, gegenüber 27,5 % im Euroraum (EZB HFCS Welle 2023, Tabelle C1). Beide Anteile sind zusammen zu lesen.